Fundortkarte

Fundortkarte

Ostseeküste von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern
Fehmarnsund bei Großenbrode
Brodtener Steilufer
Gelbes Ufer Rügen

Die deutsche Ostseeküste von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern erstreckt sich über ca. 2.250 Kilometer und zeichnet sich durch eine große Vielfalt unterschiedlicher Küstenlandschaften aus. Davon sind die aktiven Steilküsten entlang der Ostsee für Steinsammler besonders interessant. Durch Erosion werden dort regelmäßig in den Herbst und Wintermonaten neue Gesteine und Mineralien freigelegt, weshalb auch hier die meisten Funde gemacht werden können. Dazu zählt auch der sogenannte Faserkalk, der als eine Variante von dem Mineral Calcit an den Stränden zu finden ist.

Faserkalk gesammelt am Ostseestrand

In den helleren umrahmten Regionen rund um Lübeck und in Ostholstein/ Fehmarn tritt Faserkalk vergleichsweise häufig auf. Auch am Greifswalder Bodden werden regelmäßig Faserkalk Steine gefunden. Weiter nördlich, von Kiel bis zur Flensburger Förde, sind die Fundchancen etwas geringer. Ähnlich verhält es sich in Richtung Rügen. Generell nimmt die Häufigkeit der Funde nach Osten hin weiter ab. Bereits hinter Boltenhagen werden deutlich weniger Faserkalkstücke entdeckt als beispielsweise auf Fehmarn oder in der Lübecker Bucht. An der Steilküste bei Ahrenshoop vor dem Darß gelten Funde sogar als eher selten. Die Erfolgsaussichten hängen jedoch nicht nur vom Standort ab. Auch Faktoren wie Jahreszeit, Wasserstand, die Stärke der Erosion an den Steilküsten sowie die Anzahl der Strandbesucher beeinflussen die Fundmöglichkeiten erheblich.

Weitere Fundorte gibt es auch an den Süd-östlichen Stränden von Dänemark. Wo bei sich die Funde eher auf die dänichen Inseln Møn, Falster, Lolland und Fyn beziehen.

rosa und gelber Faserkalk Kiesgrube Kreuzfeld

Auf landwirtschaftlichen Flächen und in Kiesgruben können auch meist stark verwitterte Faserkalk Funde gemacht werden.

Steilküste bei Brook Mecklenburg-Vorpommern